Lebensraum & kulturelles Erbe

WINTERSCHNITT 2020

Wir werden von Ende Januar bis Ende April 2020 an über 15 Tagen Pflegemaßnahmen
an bestehenden Bäumen durchführen. Die Arbeiten werden erneut von Obstbaumexperte
Christoph Vanberg und geschulten Mitgliedern des Vereins und
Helfern durchgeführt. Wir haben für 2020 folgende Angebote vorbereitet:
Pflegepaket mittelalte/alte Bäume Streuobstwiesen:

  • Pflegeschnitte (lebensverlängernd/zur Sanierung/Mistelentfernung) – pauschal 20,- €
    Kostenanteil je Baum.
  • Pflegepaket Jungbäume Streuobstwiesen: Erziehungsschnitt, Freistellen
    Baumscheibe, Düngung mit Natur-Feinkompost, Erneuerung Anbindung
    und Pfahl – pauschal 15,-€ Kostenanteil je Baum. Keine Kosten für
    in 2019 oder 2018 bereits berechnete Bäume.
  • Pflegepaket mittelalte/alte Bäume Hausgärten: Pflegeschnitte (lebensverlängernd/
    zur Sanierung/Mistelentfernung) in Hausgärten innerorts
    – pauschal 25,- € Kostenanteil (Mitglieder), 30,- € Kostenanteil
    (Nicht-Mitglieder) je Baum. Achtung, Angebot limitiert.

Selbstverständlich werden wir erneut Schnittgut und Misteln verwerten oder ökologisch
entsorgen. Mit jedem Streuobstwiesenbesitzer wird eine Nutzungsvereinbarung
unterzeichnet, die unter anderem Nutzung, Haftung, Datenspeicherung,
Pflückrechte etc. regelt. Interessierte Streuobstwiesenbesitzer und -pächter melden
sich bitte alsbald bei Andi Hesse (am besten unter Angabe der Flurstücknummer).

Bitte e-Mail an:  info@kotteme-streuobstwiesen.de

 

Wann darf wer Bäume schneiden?

Der Pflegeschnitt ist ganzjährig erlaubt. Grundsätzlich dürfen nur Eigentümer, Pächter oder berechtigte Personen Bäume beschneiden oder andere Pflegemaßnahmen durchführen. Die Pflegemaßnahmen im Rahmen unsere Förderprogramms erfolgen ausschließlich an Bäumen, zu denen wir eine unterzeichnete Nutzungsvereinbarung (Link zum Download Dokument PDF3) haben. Darin vereinbaren wir Nutzungsrechte, Haftung, Kosten, Pflückrechte, Datennutzung und alles weitere.

Download „Nutzungsvereinbarung Stand August2019

Misteln bedrohen die Streuobstwiesen

Mistelsamen werden von Vögeln durch Ausscheidungen übertragen und wachsen auf Bäumen als Schmarotzer. Sie nehmen dem Baum Kraft und wertvolle Stoffe, bei starkem und lange anhaltendem Mistelbefall stirbt der Baum. In den Kotteme Streuobstwiesen sind mehr als zwei Drittel der Bäume von Misteln befallen. Manche Mistel erreicht dabei einen rundlichen Umfang von weit über 100 Centimetern und kann dabei über 10 Kilogramm wiegen. Im Gegensatz zu vielen Gebieten in Deutschland sind in den Kotteme Streuobstwiesen auch Birnbäume von Misteln befallen. Die fachgerechte Entfernung der Misteln kann das Leben der Bäume verlängern. In der Regel schneidet man Äste mit Misteln je nach Größe der Misteln bis zu 50 Centimeter vor der Mistel ab. Handelt es sich aber um tragende wichtige Äste, kann man auch nur die Mistel entfernen, die dann aber in den Folgejahren wieder austreiben wird.

 

Wer darf Misteln
entfernen?



Die Mistel steht nicht in der Bundesartenschutzverordnung und damit in Rheinland-Pfalz nicht unter Naturschutz! Eigentümer oder Pächter von Bäumen dürfen somit Misteln schneiden. Wir vereinbaren in unseren Nutzungsverträgen mit Eigentümern und Pächtern die Entfernung der Misteln und deren Weiterverwendung.

 

Verwendung in
der Pharmazie



Wir arbeiten mit der Firma Heilkräuter Gorges im Hunsrück zusammen, denen wir im Frühjahr 2019 Mistelblüten verkauften, die wir im Rahmen der Schnittmaßnahmen an den Obstbäumen ernten konnten.

 

Misteln als
Weihnachtsdeko



Man sieht zur Adventszeit auf vielen Märkten Mistelzweige zu stattlichen Preisen. Auch in dieser Zeit dürfen nur Eigentümer, Pächter und berechtigte Personen Misteln an Bäumen entfernen. Wir haben in 2018 einen Anhänger voll mit Mistelzweigen geerntet und im Rahmen des Kotteme Weihnachtsbaumverkaufs interessierten Bürgern geschenkt und uns über ein kleines Dankeschön gefreut.